Die USA bieten von Küste zu Küste eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten – vier Ziele gehören zu den meistbesuchten des Landes: der Grand Canyon, die Statue of Liberty, der Yellowstone National Park und die Golden Gate Bridge. Grand Canyon und Yellowstone besuchst du am angenehmsten im Frühling oder Herbst, wenn Wetter und Besucherzahlen entspannter sind. Wer eine USA-Reise plant, kommt an diesen vier Zielen kaum vorbei. Mehr Hintergründe zu weiteren Reisezielen liefert unser Artikel Top 5 Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka.
- Der Grand Canyon National Park in Arizona: eine gewaltige, von Wind und Wasser geformte Schlucht mit dem Colorado River auf ihrem Grund.
- Die Statue of Liberty in New York City: das bekannteste Wahrzeichen der USA, offiziell Statue of Liberty National Monument, auf Liberty Island vor Manhattan.
- Der Yellowstone National Park: der erste Nationalpark der Welt, bekannt für seine Geysire, Thermalquellen und freilebenden Bisons, Elche und Bären.
- Die Golden Gate Bridge in San Francisco: die markante rot-orange Hängebrücke über die Einfahrt zur San Francisco Bay.
Jedes dieser vier Ziele lässt sich einzeln als Tagesausflug planen oder in eine größere Rundreise einbinden. Für Grand Canyon und Yellowstone solltest du jeweils mindestens einen vollen Tag einplanen, für Statue of Liberty und Golden Gate Bridge reichen meist ein paar Stunden. Wer alle vier auf einer Reise unterbringen will, kombiniert am besten die Westküste (Grand Canyon, Golden Gate Bridge, eventuell Yellowstone) mit einem separaten Abstecher nach New York, denn die Entfernungen zwischen den Zielen sind größer, als es auf der Landkarte wirkt.
Grand Canyon National Park
Der Grand Canyon National Park in Arizona gehört zu den meistfotografierten Orten der USA – und wer zum ersten Mal am Südrand steht, versteht schnell, warum. Die Schlucht zieht sich über rund 440 Kilometer und ist an einigen Stellen über 25 Kilometer breit. Wer die Landschaft aus der Vogelperspektive erleben will, findet Details dazu in unserem Beitrag Mit dem Hubschrauber über atemberaubende Panoramen fliegen.
Der South Rim ist der besser erschlossene und deutlich meistbesuchte Teil des Parks, mit Aussichtspunkten, die zu Fuß oder per kostenlosem Shuttle erreichbar sind. Am North Rim, der in der Regel nur von Mai bis Oktober geöffnet ist, geht es ruhiger zu. Tief unten schlängelt sich der Colorado River durch die Schlucht, der sie über Jahrmillionen geformt hat. Wer im Park übernachten will, sollte Unterkünfte am South Rim früh buchen, denn die wenigen Hotels direkt am Parkrand sind vor allem im Sommer schnell ausgebucht; alternativ gibt es in der nahen Stadt Tusayan weitere Optionen.
Für den ersten Besuch lohnen sich drei Dinge:
- Wandere entlang des South Rim und genieße die Aussicht auf die Schlucht.
- Beobachte den Sonnenuntergang über der Schlucht – die Farben verändern sich innerhalb weniger Minuten.
- Unternimm eine Rafting-Tour auf dem Colorado River und erlebe den Canyon von unten.
Plane für den Besuch mindestens einen halben Tag ein, besser einen ganzen. Wer campen möchte, sollte die Genehmigung für den Park frühzeitig buchen, denn die Plätze sind vor allem in den Sommermonaten schnell vergeben.
Wer nicht nur den South Rim sehen will, findet am Grand Canyon West zusätzlich den bekannten Skywalk, eine gläserne Aussichtsplattform, die über den Rand der Schlucht hinausragt. Der Abschnitt liegt allerdings etwas abseits der übrigen Parkbereiche und wird separat verwaltet, sodass sich ein eigener Programmpunkt lohnt, wenn die Zeit reicht.
Statue of Liberty
Die Statue of Liberty, offiziell Statue of Liberty National Monument, gehört zu den meistfotografierten Wahrzeichen der Welt. Sie steht auf Liberty Island im New Yorker Hafen und ist von Manhattan aus nur per Fähre erreichbar. Die erhobene Fackel in ihrer rechten Hand gilt seit ihrer Errichtung im 19. Jahrhundert als Symbol für Freiheit und Einwanderung. Die Fähren starten sowohl von Manhattan als auch von Liberty State Park in New Jersey, sodass sich der Ausflug auch gut mit einer Anreise aus dieser Richtung verbinden lässt.
Wer bis zur Krone hinaufsteigt, blickt von dort über die Bucht bis zur Skyline von Manhattan. Der Aufstieg lohnt sich, kostet aber Zeit: Tickets für die Krone sind limitiert und sollten Wochen im Voraus gebucht werden, besonders in den Sommermonaten.
Am Fuß der Statue liegt außerdem ein kleines Museum, das die Baugeschichte und die Übergabe der Statue an die USA zeigt. Wer sich vorab informiert, versteht die Symbolik der Statue besser, wenn er direkt davorsteht.
Für den ganzen Ausflug mit Fähre, Insel und Rückweg solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. An Wochenenden und Feiertagen ist deutlich mehr los als unter der Woche.
Ein Zwischenstopp lohnt sich fast immer auf dem Weg: Die Fähre hält auch auf Ellis Island, wo Millionen Einwanderer im 19. und frühen 20. Jahrhundert erstmals amerikanischen Boden betraten. Das dortige Einwanderungsmuseum ordnet die Geschichte der Statue historisch ein und lässt sich gut mit dem Besuch verbinden, ohne dass du dafür ein zusätzliches Ticket kaufen musst.
Yellowstone National Park
Der Yellowstone National Park war 1872 der erste Nationalpark der Welt und zählt bis heute zu den artenreichsten Naturräumen der USA. Der Park liegt größtenteils in Wyoming und reicht mit kleineren Teilen nach Montana und Idaho hinein.
Bekannt ist der Park vor allem für seine geothermischen Phänomene: über 500 Geysire, darunter der berühmte Old Faithful, dazu zahlreiche heiße Quellen und Schlammtöpfe prägen die Landschaft. Dazwischen leben Bisons, Elche, Wölfe und Bären in freier Wildbahn – mit sicherem Abstand solltest du sie trotzdem beobachten.
Die Wanderwege und Aussichtspunkte im Park sind gut ausgeschildert, sodass sich auch kurze Tagesausflüge gut planen lassen. Entlang der Route gibt es mehrere Picknickplätze mit Blick auf die Thermalfelder.
Rechne für einen ersten Besuch mit mindestens zwei Tagen, wenn du sowohl die Geysire im Süden als auch die Canyon-Region im Norden sehen willst – die Distanzen im Park sind größer, als die Karte vermuten lässt.
Als Basis für den Besuch bieten sich Orte wie West Yellowstone oder Gardiner an, beide liegen direkt an einem der Parkeingänge und bieten Unterkünfte für unterschiedliche Budgets. Wer zusätzlich den Grand Teton National Park sehen will, sollte wissen: Er grenzt südlich direkt an Yellowstone an, ein Abstecher lässt sich also gut anhängen.
Golden Gate Bridge
Die Golden Gate Bridge in San Francisco ist mehr als eine Verbindung zwischen zwei Ufern, sie gilt als eines der bekanntesten Bauwerke der USA. Die markante rot-orange Farbe, offiziell „International Orange“ genannt, wurde ursprünglich gewählt, damit die Brücke auch bei dichtem Nebel gut sichtbar bleibt.
Von der Brücke aus hast du einen freien Blick auf die Bucht, Alcatraz und die Skyline von San Francisco. Am eindrücklichsten wirkt die Aussicht früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang, wenn das Licht flach über das Wasser fällt. Nachmittags zieht dagegen häufig Nebel von der offenen See her, der die Türme der Brücke zeitweise komplett verschluckt – für Fotos meist wenig hilfreich, für die Stimmung vor Ort aber ein eigenes Erlebnis.
Ein Tipp aus der Praxis: Leih dir ein Fahrrad und fahre über die Brücke bis nach Sausalito. Der Weg ist gut ausgeschildert, führt an mehreren Aussichtspunkten vorbei und lässt sich in ein bis zwei Stunden bewältigen – zurück geht es bequem mit der Fähre.
Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte warme Kleidung einpacken: Auf der Brücke weht fast immer Wind, auch wenn es in der Stadt selbst warm ist. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte außerdem wissen, dass die Maut nur in Richtung Süden, also von Sausalito nach San Francisco, erhoben wird und in der Regel automatisch über das Kennzeichen abgerechnet wird. Für einen Städtetrip lohnt sich außerdem unser Überblick zu den Top-Sehenswürdigkeiten in New York.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch im Grand Canyon National Park?
Am angenehmsten ist ein Besuch im Frühling oder Herbst, wenn das Wetter mild ist und weniger Besucher unterwegs sind als im Hochsommer. Im Winter kann es am South Rim schneien, was den Park nicht weniger sehenswert, aber deutlich kälter macht.
Brauche ich eine spezielle Genehmigung, um die Statue of Liberty zu besichtigen?
Ja. Für die Fähre zur Insel benötigst du ein Ticket, für den Zugang zur Statue selbst zusätzlich ein separates Ticket – beide solltest du frühzeitig buchen, da die Kontingente besonders in den Sommermonaten schnell ausgebucht sind.
Welche Tiere kann man im Yellowstone National Park sehen?
Im Park lebt eine Vielzahl von Tieren in freier Wildbahn, etwa Bisons, Elche, Bären, Wölfe und Hirsche. Wer die Reise mit einem größeren Roadtrip verbinden will, findet Anregungen in 5 unvergessliche Roadtrips durch die USA und in Entdecke Papua.
Was gehört noch auf die Liste bei einer USA-Reise?
Eines der bekanntesten Wahrzeichen lohnt einen eigenen Besuch: So kannst du die Freiheitsstatue besuchen. Die Anreise beginnt für viele am Flughafen New York JFK – wie du von dort in die City kommst, erklären wir dort. Wann du den Sunshine State am angenehmsten besuchst, verrät unser Beitrag zur besten Reisezeit für Florida.

